Samstag, 25. Juli 2015

Review: Das Juicy Beats 2015- 15000 Fans feiern mit Fettes Brot das 20-jährige Festivaljubiläum


Das Juicy Beats feierte am Freitag, den 24.07 mit tausenden Besuchern und zahlreichen Acts seinen 20. Geburtstag. Alle 47000 Karten waren ausverkauft, der Ansturm vor den Bühnen groß.
Fettes Brot sollten als Headliner den ersten Festivaltag abschließen und das Festival gleichzeitig einläuten.
Zum ersten Mal war ein zweitägiges Festival geplant um das Jubiläum gebührend zu feiern.
Leider wurde der zweite Festivaltag des Juicy Beats 2015 wegen einem drohenden Unwetter abgesagt- das Jubiläum soll nächstes Jahr nachgeholt werden.
Dennoch gibt es nun von mir einen Bericht über den ,,Auftakt" vom Juicy Beats- den Festival-Freitag.

Auch wenn der zweite Tag des Festivals bedauerlicherweise abgesagt werden musste- die Sicherheit geht schließlich vor- war das Juicy Beats 2015 trotzdem sehr eindrucksvoll.
Die Atmosphäre war ausgelassen und fröhlich- zudem hatten 13 Händler auf der Kreativ.Meile ihre Stände aufgebaut. So war für jeden, auch neben den Hauptacts, etwas dabei.
Trotz erwartetem Wetter von ca. 20°C und Wind schien die Sonne während der Konzerte gewaltig und zeigte den Dortmunder Sommer in vollem Glanz.



Rapper Weekend begeisterte das Publikum mit Musik und Kuchen

Für mich hat der Tag mit Weekend angefangen. Der Gelsenkirchener-Rapper war zum dritten Mal Teil des Festivals und in vollkommener Feierstimmung.
So hat er dem Festival sogar ein eigenes Geburtstagsständchen gesungen, das ihr euch am Ende des Artikels anhören könnt.

Seine Bühnenshow war eine Mischung aus seinen bekanntesten Liedern. wie Schatz du Arschloch oder Life is a Bitch seines Debütalbums Am Wochenende Rapper und Songs von seinem neusten Album Für immer Wochenende, das 2015 erschienen ist.
Teil seines Konzerts war unter anderem der Rapper 3Plusss- gegen den Weekend beim VBT 2011 angetreten  ist.

Am Ende hat Weekend an das Publikum noch Schokoladenkuchen verteilt, denn ,,was ist schon ein Geburtstag ohne Kuchen?"

Auch SDP feierten mit dem Publikum zusammen

Eine halbe Stunde später ging es im Programm schon mit SDP weiter.
Das Berliner Duo besteht aus Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin und heizte mit seiner Live-Band dem Publikum ein.
Schon vor dem eigentlichen Auftritt füllte sich der Raum vor der Bühne mit tausenden gespannten Fans, die auf den Auftritt der Band warteten.
Das Bühnenprogramm gehörte zu ihrem neuen Album Zurück in die Zukunst und bestach mit eingängigen Melodien und Liedern, die zum Mitsingen verleiten. Insgesamt feierte das Publikum, dass sich bei Weekend noch ein wenig ruhiger gezeigt hat, ausgelassen und fröhlich.

Abschluss des Festivals mit Headliner Fettes Brot

Mein persönliches Highlight des Festivals waren die diesjährigen Headliner Fettes Brot aus Hamburg, die nun auch seit mehr als 20 Jahren ein wichtiger Teil der deutschen Musikszene sind.
Die drei Musiker, die mit ihren Künstlernamen Dokter Renz, König Boris und Björn Beton heißen, haben sich über die Jahre eine Treue Fangemeinde aufgebaut, die auch gestern wieder dabei war.
Ihre Show war die letze für den Freitagabend und ging insgesamt 90 Minuten.
Hierbei wurden nicht nur ihre aktuellen Lieder, wie Für immer immer gespielt.

Die Band legte vor allem ihr Merkmal auf ihre Song-Klassiker, die das ganze Publikum seit mehreren Jahren zum Singen bringen. Hierzu gehören natürlich die Songs JeinNordisch by Nature, Emanuela und Erdbeben  und vor allem Schwule Mädchen und Bettina, zieh Dir bitte etwas an, die am gestrigen Abend als Zugabe dienten und das Konzert perfekt abrundeten.
Mitglied Boris Lauterbach (König Boris), der unter anderem auch durch sein Soloprojekt Der König tanzt bekannt ist, verriet, dass es  sehr bald ein neues Album von Fettes Brot gebe.
Während des Konzerts gab es riesige Ballons, die in das Publikum geworfen wurde, reichlich Konfetti-Kanonen und ein Schlauchboot von Viva con Agua, das mit Besatzung, um Pfandbecher für Spenden einzusammeln, über das Publikum getragen wurde.


Fazit: Auch wenn das Festival dieses Jahr wetterbedingt leider nicht auch am Samstag stattfinden konnte, hat der Festival-Freitag das Jubiläum gebührend gewürdigt.
Die Atmosphäre während der verschiedenen Acts war sehr gut und auch die Vielfalt der verschiedenen Stände war gut durchdacht.
Fettes Brot sollte man sich, wenn man die Möglichkeit hat, unbedingt diesen Herbst Live ansehen, denn dann kommen sie auf große Deutschland-Tour.

Als Finales Geburtstagsständchen, nun Happy Birthday, Juicy Beats von Weekend:


Mittwoch, 15. Juli 2015

Spotlight on.. Sizarr

Die Rubrik Spotlight on... dient dazu Bands vorzustellen, die sich jenseits des Mainstream befinden und es  verdienen näher beleuchtet zu werden.

Heute: Sizarr


Auf dem diesjährigen ,,Way Back When" bin ich vor allem auf eine Band aufmerksam geworden, die mich vollkommen überzeugt hat.
Bei Sizarr handelt es sich um eine deutsche Band, die Elektropop und Indie-Rock mit starken Synthesizer-Einflüssen macht.

Sizarr das sind....
... Fabian Altstötter (Gesang), Philipp Hülsenbeck (Synthesizer) und Marc Übel (Schlagzeug), gegründet in Landau in der Pfalz.
In der jetzigen Besetzung machen sie seit 2009 zusammen Musik und sind mittlerweile bei den großen Labels Sony und Four Music unter Vertrag.
Mittlerweile spielen sie auf großen Bühnen, wie zum Beispiel auf dem Melt!Festival.
Dieses Jahr haben sie ihr zweites Studioalbum ,,Nurture" veröffentlicht.


Meine absoluten Favoriten unter ihren Songs ,,Baggage Man" und ,,Purple Fried" gibt es hier zu sehen:





(Mich persönlich erinnert das Lied aufgrund der deutschen Einflüsse sehr stark an die Synthie- und Dark-Wave-Gruppe Wolfsheim)



Ihre Songs..
... sind sehr inspirierend beschreiben starke Emotionen und alltägliche Gedankengänge auf glaubwürdige und eindringliche Art und Weise und regen den Hörer zum Nachdenken und Träumen an.

Ihr Sound...
... ist nachdenklich und melancholisch, aber auch impulsiv und mitreißend.
Ihre Melodien sind harmonisch und durchdacht. 
Ihr starker Synthesizer-Sound, der bei ihrem ersten Album Psycho Boy Happy eine große Rolle gespielt hat, ist bei Nurture ein wenig hintergründiger geworden, aber rundet jedes Stück ab. 

Ihre Alben...
... Psycho Boy Happy (2012)
... Nurture (2015)


Sizarr sind Live sehr zu empfehlen- ich selbst werde auf das Konzert in Essen gehen.
Ihre Tourdaten:

24 / 07 / 15  - Diepholz – Appletree Garden Festival 
31 / 07 / 15  - Raversbeuren – Lott Festival
01 / 08 / 15  - Elend – Rocken am Brocken Festival
02 / 10 / 15  - Wien – Waves Vienna Festival - AT 
24 / 11 / 15  - Zürich – Rote Fabrik - CH 
25 / 11 / 15  - Köln – Kulturkirche 
27 / 11 / 15  - Erlangen – Puls Festival 
28 / 11 / 15  - München – Puls Festival
03 / 12 / 15  - Bielefeld – Skala 
04 / 12 / 15  - Wiesbaden – Schlachthof 
05 / 12 / 15  - Heidelberg – Karlstorbahnhof 
06 / 12 / 15  - Essen – Weststadthalle
07 / 12 / 15  - Berlin – Volksbühne

Montag, 6. Juli 2015

Das Bochum Total 2015- 30 Jahre Livemusik im Bermuda3eck

Wieder zurück. Nachdem ich mich zu lange nicht bei euch gemeldet habe, da ich starken Prüfungsstress hatte, melde ich mich nun mit einem Abschlussbericht zum Bochum Total 2015 zurück. Nach dem WAY BACK WHEN, das im Mai in Dortmund stattgefunden hat leutete das Bochum Total meinen Festivalsommer 2015 ein.

Vom 02.07.2015-05.05.2015 fand das Bochum Total zum 30. Mal im Bermuda3eck in Bochum statt.
Headliner waren unter anderem Susanne Blech, Graham Candy, Sorgenkind, Jonah und Joris, der das Festival am Sonntag auf der 1Live-Stage abschließen durfte.
Meine Highlights waren definitiv Jonah, The tips, Three Chord Society, Kensington und Red City Radio und Rabaukendisko.
Für die schottische Band Twin Atlantic , die am Donnerstag wegen eines Staus am Eurotunnel leider nicht auftreten konnte, sprang die Band Luxuslärm ein und trat auf der 1Live-Bühne auf.

Für mich begann der Donnerstag mit einem Gig der Düsseldorfer Band The Tips, die Ska, Rock, Reggae und Punk so vereinen, dass man nicht aufhören möchte sie zu hören. Bei einer Temperatur von 35°C lieferten sie einen wunderbaren Einstieg für den ersten Festivaltag.
Hier eine kleine Kostprobe:


Danach trat die Band Jonah aus Berlin, ursprünglich aus Brake, die die meisten von uns durch das Lied All We Are wahrscheinlich aus dem Werbespot für Vodafone kennen, an der 1Live-Stage auf und überzeugte mit eher ruhigen aber eindringlichen Klängen.

Den krönenden Abschluss für den ersten Festivaltag bieteten meiner Meinung nach die Ska-Band The Toasters aus den USA an der Sparkassen Bühne.
Sie verwandelten das Gelände in eine große Tanzfläche, auf der sich das Publikum über 75 Minuten reichlich auspowern konnte.

Eine große Überraschung war für mich die Rückkehr von Three Chord Society aus Schleswig-Holstein am Samstag, die ich vor 4 Jahren im November 2011 in Köln als Vorband von Zebrahead gesehen habe. Nachdem sie mir dort schon sehr gut gefallen hatten, habe ich sie leider aus den Augen verloren. 
Das wird nun, nach ihrem Auftritt beim Bochum Total allerdings nicht mehr passieren, da sie mich erneut vollkommen überzeugt haben. Ihr neues Album Anchors Aweigh! ist dieses Jahr erschienen und verspricht gute Laune und Lust zu feiern- wie auch ihre Live-Performance.




Auch am Samstag, dem Tag, der mein absolutes Highlight war, spielten Olympique aus Salzburg und erinnerten stimmlich an die Kings of Leon.
Eines meiner ganz besonderen Highlights waren Kensington aus Amsterdam, die mit ihren hymnenartigen Indie-Rock-Liedern sicherlich nicht nur mich überzeugt haben.
In den Niederlanden sind sie bekannte Stars und auch in Deutschland werden sie- zurecht- immer bekannter. Mittlerweile haben sie mit Rivals ihr drittes Album veröffentlicht.
Besonders im Kopf blieb mir ihr Lied Streets, das ihr euch hier anhören könnt:




Der letzte Tag des Festivals begann für mich mit Rabaukendisko aus Greifswald und Hamburg, nach deren Gig ich mir direkt ihre CD gekauft habe. 
Hierbei handelt es sich um exzessiven Elektropop, der zum Feiern anregt.
Diesen Namen solltet ihr im Gedächtnis behalten.
Etwas später auf der selben Bühne traten Red City Radio aus Oklahoma City auf und vewandelten das Publikum mit ihrer eindringlichen Punk-Rock-Musik in eine tobende Menge.
Die komplette Live-Show war so gut das man die 45-minütige Spielzeit ruhig hätte verdoppeln können.
Obwohl das Wetter während ihres Gigs ein wenig stürmisch wurde, brachten sie mit ihrer Musik den Sommer zurück.




Den Abschluss am Sonntag machte der Newcomer Joris, den ihr bestimmt durch seinen Hit Herz über Kopf kennt, der im Radio rauf und runter gespielt wird.
Mit seiner melancholischen Musik regte er das Publikum 75 Minuten lang zwar nicht gerade zum Tanzen, aber doch ein wenig zum Nachdenken an.
Obwohl die wahren Highlights dieses Festivals sich für mich zu diesem Zeitpunkt schon längst abgespielt hatten, machte er seinen Job gut und hinterließ alle mit einem zufriedenen Gefühl.

Fazit : Das Bochum Total 2015 überzeugte mit vielen guten Acts in vollem Umfang.
Besonders Bands wie Kensington, Three Chord Society, Rabaukendisko, Jonah und The Tips und Red City Radio.