Donnerstag, 6. November 2014

Die besten Musikvideos (4)

Heute : Sigur Rós- Vidrar vel til loftárása






Heute widmen wir uns einem Musikvideo, was auf Grund seiner Aussage sowie seiner Musik definitiv zu den besten und wichtigsten Musikvideos gehört.
,,Vidrar vel til loftárása" der isländischen Postrock-Band Sigur Rós ist ein Lied ihres zweiten Albums ,,Ágaetis byrjun", das 1999 über die Labels Fat Cat und Smekkleysa veröffentlicht wurde.
Der Titel bedeutet auf deutsch:,, Ein gutes Wetter für Luftangriffe" und bezieht sich auf einen sarkastischen Kommentar eines Meteorologen in Island zurzeit des Kosovokriegs.
Die Idee zu dem Video kam von dem ehemaligen Schlagzeuger der Band: Ágúst AEvar Gunnarsson.

Regisseure waren Stefán Árni Porgeirsson und Sigurour Kjartansson.
Es wurde 2002 zum Best Video beim Icelandic Musik Award gewählt und im Jahr 2001 gedreht.
Es handelt sich hierbei um ein küstlerisch sehr hochwertiges sowie umstrittendes Video, das  sich mit dem stets aktuellen Thema der Homosexualität beschäftigt und auf das Problem der Schwulenfeindlichkeit aufmerksam macht.

Das Video handelt von einem Fußballspiel in Island in den 1950er Jahren, bei dem es zu einem Kuss zwischen zwei Jungen kommt.

Zu Beginn sieht man einen Jungen, der an einem Steg sitzt und derweil mit Puppen spielt.
Als sein Vater es bemerkt, reißt er ihn zu Boden und nimmt ihm die Puppen weg, um sie dann weit weg ins Wasser zu werfen. 
Ein anderer Junge sitzt währenddessen angelnd am Steg und beobachtet ihn dabei.
Er fischt die Puppen später heraus.
Wenig später wird der erste Junge von seinem Vater zu einem Fußballspiel gefahren, bei dem er die Puppen von dem anderem Jungen zurückgegeben bekommt.
Während des Fußballspiels erzielt das Team der beiden Jungen ein Tor, woraufhin sich beide küssen.

Nun erfährt der Zuschauer, dass die beiden Jungen sich schon zuvor am Steg geküsst haben und scheinbar eine Liebesbeziehung führen.
Zum Schluss des Videos werden beide Jungen brutal von ihren Vätern auseinandergezogen, von denen einer ein Pfarrer ist.
Der Junge, der zuvor die Puppen aus dem Wasser gefischt hat, blickt in den Himmel und sieht erneut wie die Puppen wegfliegen.

Alle Bandmitglieder haben ein Gastauftritt in dem Video, Sänger Jónsi spielt zum Beispiel den Trainer des Teams.

Fazit : Das Video von Sigur Rós ist ein Musikvideo, das primär von der Liebe handelt und die Musik fließend mit dem Film an sich verbindet. Es passt zu der melancholischen Atmosphäre des Lieds und macht den Zuschauer auf das stets aktuelle Problem der Homophobie aufmerksam.

Dienstag, 4. November 2014

Plattenkritik: Ben Howard-I forget where we were

Der britische Indie-Liebling Ben Howard zeigt uns mit seinem Album "I forget where we were", wie es einem Künstler gelingen kann zu reifen ohne sich dabei selbst  zu entfremden.
Mit melancholisch-poetischen Texten schafft er es uns in seine eigene nachdenkliche Welt zu ziehen.


Nach seinem Debüt Album,,Every Kingdom" mussten Ben Howard Fans lange auf den Nachfolger warten.
Doch die drei Jahre haben sich gelohnt, denn mit seinem Nachfolger,,I forget where we were" zeigt Ben Howard uns eine erwachsenere Seite von sich, die es schafft eine Melancholie aufzubauen, die mit jedem Titel tiefergründiger wird ohne dabei an Leichtigkeit zu verlieren.
2014 sollte es nun endlich rauskommen, nachdem die Single ,,End of the Affair" am 5.August veröffentlicht wurde und am 18.August die Single ,,I forget where we were" zum ersten mal im britischen Radio gespielt wurde.
Veröffentlich wurde es von dem Label ,,Universial-Island Records".


Das CD Cover ist minimalistisch- ein schwarz weißes Porträt von Ben Howard.
Auf der Rückseite ist lediglich der Name des Albums zu finden, nicht die Tracklist.
Doch diese findet man auf der Rückseite des Booklets, dass wie schon bei dem Vorgänger eine Sammlung von Songtexten enthält.
Kommen wir nun zu dem Inhalt der CD.


Das Album besteht, wie sein letztes, aus zehn Tracks,
von denen der Aufmacher ,,I forget where we were" nicht das Album einleitet, sondern das dritte Lied ist.
Die Vinyl-Version enthält ein zusätzliches Lied: ,,Am I in your light?".
Eingeleitet wird das Album durch den Song: Small Things, der viel dunkeler ist, als die Lieder auf dem Album ,,Every Kingdom".
Er beginnt sich mit der Frage ,,Has the world gone mad - or is it me ?" zu beschäfigen und zieht den Zuhörer sofort in seinen Bann.

Wie schon bei :,,Every Kingdom" zeigt Ben Howard sein ganzes Talent:
wunderschöne Gitarrenklängen vermischen sich mit  hochwertigen und philosophischen Texten und ergeben zusammen diese einzigartige Mischung für den wir ihn lieben. 
Denn er schafft es in Worte zu packen, was jeder von uns fühlt und fängt jede Situation ein, als würde nie etwas anderes machen.
Sein Talent Gitarre zu spielen macht er vor allem in dem Song ,,In Dreams" deutlich.
Die Single ,,End of the Affair" ist achter Track des Albums und leitet mit seinen acht Minuten den Höhepunkt des Albums ein -ein Kunstwerk neigt sich dem Ende zu doch verliert nicht an Impulsivität und Emotionen.
Abgeschlossen wird ,,I forget where we were" durch das Lied ,,All is now harmed" was es sanft aber aussagekräftig ausklingen lässt.

Fazit:
,,I forget where we were" ist ein Must-Have für alle, die tiefgründige Indie-Singer-Songwriter-Musik lieben und gerne in andere Welten transportiert werden, denn wenn Ben Howard eines schafft, dann ist es einen in seinen Bann zu ziehen.