HER- eine utopisch skurrile Liebesgeschichte
Der oscarprämierte Film ,,Her" von Spike Jonze hat mich eigentlich schon angesprochen, als der Trailer erstmals veröffentlicht wurde.
Eine Beziehung zwischen einem Menschen und einem Computerprogramm- endlich mal etwas anderes.
Allerdings war es mit dem Film so wie mit vielen Independent Filmen- die großen Kinos ließen ihn nicht lange im Filmprogramm und ich kam nicht dazu ihn im Kino zu sehen.
Losgelassen hat mich die Geschichte aber immer noch nicht und so habe ich ihn mir gestern auf DVD angesehen.
Die Geschichte
Der Film handelt von Theodore Twombly, gespielt von Joaquin Phoenix, der seit der Trennung von seiner Frau Catherine (Rooney Mara) ein ungeselliges und einsames Leben führt.
Er arbeitet als Verfasser persönlicher Briefe in einer Agentur, da handgeschriebene Briefe in der Zukunft selten geworden sind.
Eines Tages kauft er sich auf Grund einer Werbung ein neues Betriebssystem mit einer künstlichen Intelligenz, was Operating System genannt wird und ihn von nun an überall hin begleitet.
Theodores OS heißt Samantha (im Englischen gesprochen von Scarlett Johansson) und ist mit Hilfe der Beantwortung einiger persönlicher Fragen auf ihn abgestimmt.
Doch Samantha ist anders, sie beginnt vielschichtiger zu werden als andere Systeme und entwickelt Gefühle.
Theodore und Samantha beginnen tiefsinnige Gespräche über das Leben zu führen und Samantha entwickelt sich langsam zu Theodores engsten Vertrauten.
Und nicht nur das- Samantha bringt Theodore aus seiner Einsamkeit heraus und lehrt ihn wieder Spaß am Leben zu haben.
So kommt es soweit, dass Theodore sich in sein Betriebssystem verliebt und die beiden beginnen eine Beziehung zu führen, die natürlich nicht nur makellos verlaufen kann...
Bewertung
Zu dem Film lässt sich sagen, dass ich ihn mir mit großen Erwartungen angesehen habe und er diese keineswegs enttäuscht hat.
Die Geschichte erzählt eine Utopie, die zur Zeit der vollkommenen Vernetzung durch das Internet zwar unfassbar aber dennoch nicht unvorstellbar wirkt.
Eine Independent-Romanze, die durch ihre Skurrilität nur noch glaubwürdiger und echter erscheint.
Obwohl Samantha ein Computersystem ist, wirkt sie durch ihren Humor und ihren Tiefgang nicht weniger lebendig als die menschlichen Protagonisten des Films.
Joaquin Phoenix spielt seine Rolle so glaubhaft wie es nur wenige Schauspieler schaffen, da er es schafft größtenteils nur durch seine Mimik den Zuschauer an seinen Gefühlen teilhaben zu lassen.
Das Hauptthema dieses Filmes ist die Liebe in jeder Hinsicht und in welche Abgründe sie uns jeden Tag führen kann.
So ist diese Geschichte für den Zuschauer komplett greifbar, da sie so ehrlich und berührend daher kommt.
Auch der Soundtrack des Films hat mich vollkommen überzeugt: er spiegelt die Melancholie der Liebesgeschichte passend wieder - gekrönt von dem Duett von Phoenix und Johansson, einem Cover von ,,The Moon Song", einem Lied von Karen O, der Leadsängerin der Yeah Yeah Yeahs.
Mein Fazit
HER gehört aufjedenfall zu den sehenswertesten Filmen des Jahres und geht definitv noch über diese Zeitspanne hinaus.
Wenn ihr Lust auf eine etwas andere Liebesbeziehung mit Höhen und Tiefen habt, oder einfach einen Film über die Skurilitäten des Lebens sehen möchtet, ist der Film genau das Richtige.
.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen